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EEW SPC erschließt neue technische Dimensionen

Rostocker Werk rüstet sich für Monopile-Größen der nächsten Generation

Seit dem Produktionsstart im Jahr 2008 leistet die EEW Special Pipe Constructions GmbH im Rostocker Überseehafen mit der Herstellung von Monopiles, Pin Piles und weiteren Großrohrkomponenten einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau der weltweiten Offshore-Windindustrie. Mit einem umfassenden Werksausbau wird EEW SPC jetzt seine technischen Möglichkeiten auf die Marktanforderungen der Zukunft ausrichten und zugleich in leistungsfähige und international wettbewerbsfähige Produktionskapazitäten in Europa investieren.

Mit Investitionen im zweistelligen Millionenbereich in Maschinen- und Flächenoptimierung baut EEW SPC seine Marktposition als einer der weltweit führenden Anbieter weiter aus. „Mit dem Ausbau unseres Werkes stellen wir uns für die Zukunft auf und stärken zugleich die industrielle Wertschöpfung und Versorgungssicherheit in Europa. Das Investment trägt dazu bei, die Resilienz der europäischen Lieferkette zu erhöhen. Diese ist insbesondere auch mit Sicht auf Fundament-Hersteller stark für die zukünftige Nachfrage aufgestellt. So ergibt sich ein umfangreiches Angebot europäischer Hersteller, das kommende Bedarfe vollumfänglich bedienen kann, ohne dass Einfuhren aus Drittländern wie China notwendig sind. Der Werksausbau trägt also dazu bei, dass die europäischen Offshore-Ausbauziele zuverlässig und zu wettbewerbsfähigen Kosten realisiert werden können“, so der technische Geschäftsführer Sascha Hofmeister.

Werksausbau ermöglicht 12 Meter Durchmesser ab 2028

Im Fokus des Werksausbaus stehen technische und infrastrukturelle Maßnahmen innerhalb der bereits bestehenden Produktionshallen. Basierend auf einem effizient konzipierten Anlagen- und Logistikkonzept wurden gezielte Maßnahmen mit hoher Wirkung identifiziert und bereits Mitte 2026 angestoßen. Erste Schritte wie umfangreiche Ertüchtigungs- und Hallenbaumaßnahmen werden bereits Anfang 2027 abgeschlossen. Dazu konnte unter anderem eine benachbarte Industriefläche akquiriert werden, welche zukünftig zusätzliche Kapazitäten für die Vormateriallagerung bietet. Weitere Maßnahmen der Investition folgen im Laufe der Jahre 2027 und 2028.

Ab dem zweiten Quartal 2028 wird das Rostocker Werk in der Lage sein, Monopiles mit einem Durchmesser von bis zu 12 Metern, anstatt wie bisher 10 Metern und einem Stückgewicht von bis zu 3.000 Tonnen zu fertigen. Die jährliche Gesamtkapazität liegt bei 200.000 Tonnen im Regelbetrieb.

„In 2008 haben wir mit dem Bau von Monopiles mit einem maximalen Durchmesser von sechs Metern begonnen. Die rasante Entwicklung der Leistungsfähigkeit der Offshore-Windturbinen zieht seitdem eine ebenso dynamische Evolution der Fundamentdimensionen nach sich. Diese Dynamik haben wir in der Vergangenheit immer wieder sehr erfolgreich begleitet und haben aus den Herausforderungen unsere Innovationsstärke entwickelt. Diese Stärke wollen wir auch in Zukunft weiter unter Beweis stellen", sagt der kaufmännische Geschäftsführer Robert Dreves.

Evaluierung weiterer möglicher

Ausbaustufen Unter Berücksichtigung der ambitionierten europäischen und weltweiten Offshore-Wind Ausbauziele werden die Entwicklungen von Turbinen auch mittel- und langfristig voranschreiten. Dies wird die Nachfrage an Monopile-Fundamenten in Dimensionen bis zu 15 Metern Durchmesser weiter steigern. Aus diesem Grund ist EEW SPC bereits heute in engem Austausch mit zuständigen Behörden des Landes und der Hansestadt Rostock sowie der Hafengesellschaft, um mögliche weitere Werksausbaustufen ab 2030 im Rostocker Überseehafen zu evaluieren. Mögliche zukünftige Flächen befinden sich ebenfalls in direkter Nachbarschaft zum bestehenden Werk. Die rechtzeitige Bereitstellung solcher industriellen Kapazitäten setzt verlässliche und kontinuierliche Ausbaupfade sowie langfristige Planungs- und Investitionssicherheit voraus.

Mit den geplanten Investitionen bekennt sich EEW SPC langfristig zum Industriestandort Rostock und zur europäischen Offshore-Wind-Wertschöpfungskette. Der Standort verbindet industrielle Kompetenz, qualifizierte Beschäftigung und kurze Transportwege und trägt damit zu einer resilienten und nachhaltigen Umsetzung der europäischen Ausbauziele bei.