Wir treiben die Energiewende „made in Rostock“ weiter voran
Werkserweiterung im Rostocker Seehafen
Mehr Platz für größere Monopiles
Die EEW plant, ihren Standort im Rostocker Hafen zu erweitern. Hier produziert sie vor allem Monopiles – große Stahlfundamente für Offshore-Windkraftanlagen. Der weltweite Bedarf geht zu immer größeren Monopiles, für deren Dimensionen die Produktion im bestehenden Werk nicht ausgelegt ist. Deshalb soll bis 2030 angrenzend eine neue Produktionslinie entstehen – und die Zukunft eines der wichtigsten Industriebetriebe Mecklenburg-Vorpommerns sichern.
Die Werkserweiterung hilft dabei…
Warum will die EEW den Standort in Rostock erweitern?
Auf welchen Flächen plant die EEW die Erweiterung?
Die EEW benötigt rund 40 Hektar zusätzlicher Fläche, um das bestehende Werk um eine neue Produktionslinie zu erweitern. Dafür hat die EEW verschiedene Standortmöglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern geprüft. Die Erweiterung des bestehenden Werks in Rostock stellte sich als einzig machbare Lösung heraus.
Die betreffende Erweiterungsfläche grenzt direkt an den Standort an: Sie liegt im Rostocker Seehafen zwischen dem Kraftwerk und der A19. Dadurch kann die EEW den bestehenden seeschifftiefen Wasserzugang und vorhandene Infrastruktur nutzen. Die Hafennähe ist besonders wichtig, weil die großen Rohrkomponenten nicht über weite Strecken an Land transportiert werden können.
Von der Werkserweiterung sind insgesamt etwa 27 Hektar Waldfläche betroffen. Dazu zählt auch ein 14 Hektar großer, geschützter Landschaftsbestandteil innerhalb der Waldfläche „Swienskuhlen“. Das macht ungefähr 20 Prozent der geschützten Gesamtfläche aus.
Alle Eingriffe in Natur und Umwelt werden in der Nähe entsprechend der gesetzlichen Regelungen kompensiert. Die EEW befindet sich hierzu in engem Austausch mit den zuständigen Stellen der Stadt und des Landes sowie den Umweltverbänden.
Monopiles sind große Stahlfundamente für Offshore-Windkraftanlagen. Sie können bis zu 120 Meter lang sein, einen Durchmesser von bis zu 15 Metern haben und über 2.000 Tonnen wiegen.
Derzeit wird am Abschluss der Voruntersuchungen gearbeitet, dazu zählen ökologische Erhebungen und die Ausarbeitung möglicher Ausgleichsmaßnahmen. Zeitnah soll dann auch das formelle Genehmigungsverfahren beginnen, das von der Konzept- und Vorplanung bis hin zur Ausführungsplanung reicht. Nach Erteilung der Genehmigungen und des Baurechts für die Erweiterung, beginnen schließlich die Vergabeprozesse sowie die Bauphase und die Installation der ersten Maschinen.
Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock hat das Waldgebiet „Swienskuhlen“ durch eine städtische Verordnung zum geschützten Landschaftsbestandteil erklärt. Aus „überragenden Gründen des Wohls der Allgemeinheit“ wäre eine anderweitige Nutzung des Gebiets jedoch möglich. Die Bedeutung des Produktionsstandorts von EEW für die Region und für das Land spricht dafür, dass dessen Erhalt und Ausbau im hohen öffentlichen Interesse liegen. Mit einem optimierten Flächenlayout des Geländes erscheint eine Teilinanspruchnahme der Fläche "Swienskuhlen" im Umfang von 14 Hektar möglich. Dies entspricht etwa 20 Prozent des 69 Hektar großen, in der städtischen Verordnung erfassten Waldgebiets. Mit dem Beschluss der Rostocker Bürgerschaft am 4. März 2026 wurde die Verwaltung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock damit beauftragt, alle notwendigen Planungsvoraussetzungen für die Betriebserweiterung der EEW zu schaffen.
Kompensationsmaßnahmen für die in Anspruch zunehmende Waldfläche – etwa das Pflanzen neuer Bäume – scheinen nach erster Beurteilung der Regionalplanung in der Nähe des Eingriffsortes möglich. Diese ergeben sich zum einen aus bislang nicht ausgeschöpften Ausgleichspotenzialen am benachbarten Gewerbegebiet Hinrichsdorf sowie aus einer bereits geplanten Waldmehrungsmaßnahme zwischen Toitenwinkel und Krummendorf. Die Kompensationsflächenplanung der Hansestadt Rostock bietet weitere, auch über das Stadtgebiet hinausgehende, Möglichkeiten.
